Pflug oder Grubber

Gleich vorab sei gesagt, dass es hierzu kein Patentrezept gibt. Jede der beiden Bodenbearbeitungstechniken bringt jeweils ihre Vor- und Nachteile mit sich. Alleine der Einsatz des Landwirts entscheidet hier über Erfolg und Misserfolg.

Eine Befragung der DLG im März diesen Jahres unter 274 Profibetrieben mit einer durschnittlichen Betriebsgröße von 244 ha, zeigte klar auf, dass nahezu 90% der Betriebe einen Pflug besitzen. Die Betriebe sehen den Grubber jedoch nicht als Konkurrent zum Pflug. Vielmehr werden die Vorteile der einzelnen Techniken sinnvoll abgestimmt.

Reinen Tisch machen

Ein Grund den Schlag nach der Ernte schwarz zu machen ist der verminderte Einsatz von Herbiziden für die nachfolgende Frucht. Dies spielt besonders in den nördlichen Bundesländern, wo sich zunehmend Resistenzprobleme häufen, eine entscheidende Rolle. Pflügen kann somit als biologische Unkrautbekämpfung gesehen werden.
Gegrubberte Flächen beherbergen mehr Regenwürmer und Bodenlebewesen. Tierische Konkurrenten, wie Mäuse und Schnecken, findet man vergleichsweise selten auf gewendeten Äckern.

Zahlen, Daten, Fakten - Wissenschaftlich untersucht

Galt grubbern lange Zeit als kostensparend, räumte Prof. Dr. Wolfgang Kath-Petersen im Rahmen einer Studie der Fachhochschule Köln und topagrar im vergangenen Jahr  mit dieser Theorie auf.
Bei gleicher Arbeitstiefe, - breite und Fahrgeschwindigkeit liegt der Dieselverbrauch zwischen den beiden Varianten annährend gleich.

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Die Mischung machts‘

Wie das Saatbett im Herbst am besten vorbereitet wird hängt schlichtweg von den aktuellen Bedingungen ab.

Bei unkrautfreiem Boden mit wenig Ernterückständen der Vorfrucht kann der Landwirt auf den Pflug verzichten.

Bei extremen trockenen oder nassen Böden ist man mit dem Pflug oft auf der sicheren Seite, da das Getreide in mäßig feuchten Boden eingesät werden sollte. Bei durchnässtem Boden kann der Pflug aus 25 oder 30 cm Tiefe trockenen und saatfähigen Boden an die Oberfläche befördern.

Pflanzenbauberater Dr. Hansgeorg Schönberger aus Schleswig Holstein macht für die rückgängigen Getreideerträge teilweise die pfluglose Bodenbearbeitung verantwortlich. Flach bearbeitete Böden bieten seiner Meinung nach dem Getreide zu wenig durchwurzelbaren Raum.

(Quelle: Industrieverband Agrar, 10/2008)
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